Mittwoch, 23. Mai 2012

Friedrich Cerha | Quinett





„In den letzten Jahren habe ich mich von den „neuen“ Spieltechniken, von den klanglichen Verfremdungen, an deren Entwicklung ich – was die Geige betrifft – in den 50er Jahren wesentlich beteiligt war, zunehmend übersättigt gefühlt. Ich hatte plötzlich Sehnsucht nach dem reinen Instrumentalklang und nach einem klaren, gut durchhörbaren und dennoch nicht billigen musikalischen Satz. Im Fall des Oboenquintetts ist dabei eine Musik herausgekommen, die von meinen Arbeiten der letzten fünfzig Jahre am stärksten Elemente unserer musikalischen Tradition aufgreift.“

Auch in formaler Hinsicht geht Cerha traditionelle Wege: drei Sätze, schnell – langsam – schnell, von denen der erste eine Variation drei unterschiedlicher Charaktere bietet und die eine oder andere Technik der Zweiten Wiener Schule aufbietet.

Auch der zweite Satz ist ganz traditionell gehalten – wenn man unter Tradition die Errungenschafte der letzten 200 Jahre versteht. Gedämpfte Streicher leiten im pianissimo einen völlig anderen, von punktierten Rhythmen bestimmten, eher düster-gepressten Charakter ein, der gleichwohl nicht das ganze Geschehen bestimmt und in der Mitte einer Oboenlinie über einem Gerüst von pizzicati weicht.

Der dritte Satz hat Divertimento-Charakter und ist leggiero zu spielen, mit einer ausgedehnten Pizzicato-Passage im Mittelteil. Mit eine flotten Coda endet das Stück.



Friedrich Cerha
Quinett für Oboe, 2 Violinen, Viola und Cello
Doblinger Musikverlag 06 882
EUR 19,95










Elisenda Fábregas | Goyescas

Die 1955 in Barcelona, geborene Komponistin Elisenda Fábregas kam als Fulbright Stipendiatin 1978 in die USA und studierte an der Juilliard School sowie am Teachers College der Columbia University. Mit ihrem 2003 geschriebenen brillanten Klaviertrio „Vices de mi tierra“ – ebenfalls bei Hofmeister erschienen und vor einigen Jahren in dieser Kolumne vorgestellt – gelang ihr der internationale Durchbruch.

Fábregas steht in der Tradition der gemäßigten Moderne. Ihre Musik unterwirft sich keinem Dogma, sondern erweist sich als farbig, flexibel und weitgehend tonal (mit modalen Tendenzen). Chromatik, Taktwechsel und Synokpen sind häufig eingesetzte Stilmittel, um einen Spannungsverlauf zu skizzieren und lösen sich mit friedlichen Konsonanzen ab. Das katalanische Idiom durchzieht alle sieben Sätze in Form geheimnisvoller harmonischer und modaler Strukturen und rhyhtmischer Finessen. Mancher Kunstgriff – etwa die komplexen Melismen – verweisen auf die Flamenco-Tradition Andakusiens und noch weiter zurück auf die arabische Vergangenheit Spaniens. Der farbenreiche Stil

Nun widmet sie sich also Francisco Goya, den man als Seelenverwandten ansehen könnte. Mit seinen albtraumähnlichen Darstellungen von Kriegen, Ungerechtigkeiten und Wahnsinn empörte Goya die Eiferer der katholischen Inquisition und stieg zugleich zum Stammvater der Expressionisten und der Surrealisten auf. Durchaus ein attraktives Rollenmodell für eine katalanische Komponistin.

„Pregón“ eröffnet den Reigen von sieben Stücken: eine brillante Fanfare, die mit herrischen Fanfarenklängen die Ankunft der königlichen Familie ankündigt – die wir im folgenden Stück kennenlernen „La familia de Carlos IV“. Ein würdevoller Schreittanz im Klavier (der etwas moppelige König?), der entfernt an eine Cortege erinnert. Flöte und Bratsche übernehmen dabei selbständig geführte Aufgaben, als ob sie dem Blick des Betrachters von einer skurilen Figur zur nächsten nachvollziehen. Spätestens hier lohnt sich also der Griff zum Kunstatlas, der auch in den nachfolgenden Sätzen „Las majas en al balcon“, „El sueño“, „La fragua“, „Toque“ und „La gallina ciega“ zum Einsatz kommen darf.

Elisenda Fábregas | Goyescas für Flöte, Viola und Klavier | Friedrich Hofmeister FH 3435 | EUR 27,80







Ernst Wilhelm Wolf | Streichquartette

Ernst Wilhelm Wolf | Drei Quartette op. 1 | ISMN M-700296-59-9  | EUR 49,50 &
Drei Quartette op. 3 | ISMN M-700296-94-0 | EUR 49,50 | Partitur und Stimmen | Herausgegeben von Philipp Schmidt | Ortus Musikverlag


„Ernst Wilhelm Wolf war mehr als ein Genie, er war der redlichste Biedermann, der unbestechbarste Freund der Wahrheit; in seinem Herzen war Wärme, und in seinem Kopfe Licht; ihm mangelte nichts, als die elende Kunst seinen Rücken zu beugen.“


- August von Kotzebue


Hinter dem „Ortus Musikverlag“ stecken die beiden Musikwissenschaftler Tobias Schwinger und Ekkehard Krüger. Auf dem Programm des 1998 gegründeten Verlages steht vor allem Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und der Gegenwart sowie Erstveröffentlichungen aus dem Kulturraum zwischen Elbe und Oder standen auf dem Programm: Kirchenmusik von Philipp Dulichius und Thomas Selle, Opern und Oratorien von Telemann und natürlich Werke des Berliner Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun. Inzwischen ist eine weitere Verlagsadresse in Berlin hinzugekommen und auch der Katalog hat sich beträchtlich erweitert: Berliner Klassik, Veröffentlichungen aus dem vor einiger Zeit wieder entdeckten legendären Archiv der Berliner Sing-Akademie, Hofmusik aus Dresden und Ludwigslust. Auch für die Schriften der „Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik“ ist man zuständig: Stichwort „Johann Friedrich Fasch“.

Aus dem Archiv der Berliner Sing-Akademie stammen die beiden dicken Bände mit Streichquartetten des Weimarer Hofkapellmeisters Ernst Wilhelm Wolf (1735-1792).

Schon in seinem ersten Quartett inszeniert Wolf die Vierstimmigkeit als evolutionäres Ereignis: Die zweite Geige eröffnet mit einem gradlinigen Motiv den Reigen, wird dabei von einem Cello unterstützt (dessen Stimme übrigens durchgehend mit Generalbassziffern versehen ist!) und ebenso unspektakukär wie effektvoll tritt auch die Bratsche hinzu. Als die erste Geige den melodisch ebenso anmutigen wie harmonisch reichen Gesang fortführt, zieht sich die bis dahin führende zweite Geige zurück und überlässt ihren Mitspielern das Feld. Echte Vierstimmigkeit wird erst nach vierzig Takten erreicht und hinterlässt einen umso tieferen Eindruck.

Man kann hieran sehr schön erkennen, dass Wolf kein nach bewährtem Rezept verfahrendes „Dutzendtalent“ gewesen ist, sondern ein echter Meister seines Fachs. Vor allem die demokratische Behandlung der drei Oberstimmen überrascht: nicht selten ist es – wie im 1. Streichquartett – die zweite Geige, die das musikalische Geschehen anführt. Und auch die Bratsche ist den beiden Violinen völlig gleichgestellt. Nur das Cello kann sich noch nicht recht emanzipieren und ist bewusst konservativ und nach den Grundsätzen eines funktionalen Generalbasses gestaltet. Ein Merkmal, das sich jedoch in den späteren Quartetten op. 3 vollständig verloren hat.

Stilistisch steht Wolf zwischen der C.P.E. Bachs differenziertem Sturm- und Drang-Stil und der Melodienseligkeit süddeutscher Komponisten, bietet jedoch so viel Eigenes, dass sich die Beschäftigung mit seiner Musik unbedingt lohnt.

Thomas Daniel Schlee | Jubilus





Thomas Daniel Schlee | Jubilus für Violine, Violoncello und Klavier op. 35a | Bärenreiter Verlag BA 9369 | EUR 17,95

„Es gibt Häuser in Wien, da werden die Programme nicht von einem allein gemacht, sondern von sogenannten ,Spezialisten'. Und gerade auf dem Gebiet der ,Neuen' Musik, wenn Sie da nicht in den ästhetischen Kram passen, dann kriegen Sie eine auf die Finger geklopft. Ich habe es auch an mir erlebt, dass ich den ,Hauptströmungen der Avantgarde' gegenüber ungehorsam gewesen bin, von denen man meint, ich müsse ihnen auf Grund meiner Geburt ein ganzes Leben lang dienlich sein. Nein – wieso? – ich denk nicht dran!”

- Thomas Daniel Schlee



In Österreich kennt man Thomas Daniel Schlee nicht nur als Komponisten, sondern auch als Intendanten des Carinthischen Sommers. Seit nunmehr 40 Jahren stellt die barocke Stiftskirche am Ossiacher See das Zentrum des bedeutendsten Sommerfestivals in Kärnten dar. 2007 schrieb er für die mit 300 Plätzen vergleichsweise kleine Stiftskirche die geistliche Oper „Ich, Hiob“ – nicht sein einziger Ausflug in die geistliche Musik der Moderne.

Der Vater des Komponisten war der legendäre Alfred Schlee (1901-1999), der als Direktor der Universal Edition selbst in den schwierigen Jahren der Nazi-Diktatur die bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts protegierte und an das Haus binden konnte. Sein Sohn ist unter anderem Organist, hat in Paris bei Olivier Messiaen Komposition studiert und danach in Wien Musikwissenschaft und Kunstgeschichte.

"Jubilus“ ist für das JESS-Trio geschrieben, ein Auftragswerk für das Kunsthaus Mürzzuschlag, das das kulturelle Leben in der steiermärkischen Kulturmetropole seit vielen Jahren prägt. Auch Schlee lässt sich hier gerne inspirieren, so wie vor ihm schon Johannes Brahms und Gustav Mahler.

Das gut achtminütige Trio sieht auf den ersten Blick etwas knifflig zu spielen aus. Daran hat sicherlich die auf Präzision abzielende Notationsphilosophie ihren Anteil. Wenn man sich aber erst einmal hineingefuchst hat, entpuppt sich das Werk als durchaus spielbar heraus, wozu auch das langsame Grundtempo beiträgt. In der Wahl der kompositorischen Mittel verfährt Schlee dabei ebenso unorthodox, wie es das oben angeführte Zitat vermuten lässt. Mit der Zweiten Wiener Schule ist er buchstäblich aufgewachsen – in der Wohnung seiner Mutter steht nach wie vor der Flügel von Anton Webern – und er verwendet ihre Errungenschaften ebenso selbstverständlich wie das bei Messiaen Erlernte und schafft es sogar, der latenten Zwölftönigkeit gregorianische Formsprache zu unterschieben. Das ist ebenso originell wie berührend. Manchmal muss man eben gegen die „Hauptströmungen der Avantgarde“ schwimmen…



Hans-Günther Allers, Ruppiner Trio




Hans-Günther Allers
Trio für Violine, Horn und Klavier „Ruppiner Trio“
Verlag Neue Musik NM 1218
Leihmaterial

Wie waren die Wälder finster. / Und im Winter: wie waren sie weiß. / An den Wegrändern blühte der Ginster. / Und die Sommer: Die Sommer warn heiß. / Die Tage warn blau von Lupinen. / Und morgens war die Welt neu. / Wir aßen die Sonne. Und tranken den Regen. / Und schwammen im Juni im Heu.

Eva Strittmatter


Wenn unsere Komponisten aufs Land fahren, um sich inspirieren zu lassen, kommt nicht selten etwas Schönes heraus. So auch in diesem Fall. Eigentlich lebt und arbeitet der 1935 in Trossingen geborene Hans-Günther Allers seit vielen Jahren im Fränkischen. Ein „kurzer Herbstaufenthalt im Ruppiner Land, besser gesagt eine Pilgerfahrt zum Stechlin-See“ zeigte Wirkung und inspirierte den Komponisten zum langsamen Satz, der dem bereits auf drei Sätze angewachsenen Trio noch fehlte – und gab ihm einen Namen, der Assoziationen an scheinbar endlose Naturschönheiten, kleine Fischerdörfer und schmucke Altstädte weckt. Eine Welt, die von Theodor Fontane oder der Dichterin Eva Strittmatter eindrucksvoll beschrieben worden ist.

Der erste Satz ist ein lebhaft vorandrängendes „Allegro energico“ mit häufigen Taktwechseln, der seine Sonatenhauptsatzform nur geringfügig verschleiert und sogar mit einer virtuosen Stretta-Coda endet. Der vom Ruppiner Land und der erhabenen Einsamkeit des Stechlin inspirierte langsame Satz ist eine Traummusik mit zauberisch-elegantem Mittelteil, dem eine von skurilem Humor geprägte „Bagatelle“ folgt, in dem winzige Motivpartikel kurz aufleuchten und rasch wieder verglühen. Ein lebensfreudiges „Allegro ritmico“ beschließt das Ganze und lässt noch einmal alle Instrumente zu ihrem Recht kommen.

Das 1009 in Bayreuth uraufgeführte „Ruppiner Trio“ ist zwar eine Auftragsarbeit für ein Profi-Ensemble, dennoch dürfen sich Amateure an das Werk wagen. Wer den Übefleiß nicht scheut – oder ein brillanter Blattspieler ist, wird mit zahlreichen Schönheiten belohnt.



Mieczysław Weinberg | Streichquartett Nr. 13





Mieczysław Weinberg | Streichquartett Nr. 13 | Partitur und Stimmen | Edition Sikorski 2413 | EUR 25,-


„Ich sehe es als meine moralische Pflicht, vom Krieg zu schreiben, von den Gräueln, die der Menschheit in unserem Jahrhundert widerfuhren.“

Mieczysław Weinberg


Dmitrij Schostakowitsch: der Übervater der russischen Musik des 20. Jahrhunderts warf einen langen Schatten, der den Blick auf andere Komponisten verstellte. Schostakowitschs 15 Sinfonien gehören zum eisernen Bestand der Moderne, ebenso wie die Streichquartette und die Klaviermusik und seine „Lady Macbeth von Mzensk“ wurde die russische Oper des 20. Jahrhunderts schlechthin.

Mieczysław Weinberg hingegen ist nur wenigen Musikfreunden ein Begriff. Im Jahre 1919 wird Weinberg in eine Warschauer Musikerfamilie geboren. Rasch zeigt sich eine außergewöhnliche Begabung, der Junge komponiert autodidaktisch erste Klavierstücke und Lieder, mit sechzehn auch seine erste Filmmusik. Am Konservatorium wird er von Józef Turczynski zu einem exzellenten Pianisten ausgebildet. Als Deutschland 1939 Polen überfällt, flüchtet er mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester in die Sowjetunion. Ester ist den körperlichen Strapazen jedoch nicht gewachsen und kehrt nach wenigen Kilometern um. Da sieht Weinberg sie zum letzten Mal. Erst ein Vierteljahrhundert später wird er erfahren, wo die Nazis seine Familie ermordet haben. Ein Trauma, das ihn bis ins hohe Alter verfolgt: Komponieren ist für ihn vor allem Trauerarbeit – mit Musik will er an das tragische Schicksal seiner Familie und Millionen anderer Menschen erinnern.

Seit der im vergangenen Jahr erfolgten Uraufführung seiner Oper „Die Passagierin“ auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele scheint hat auch der Konzertbetrieb die Musik von Mieczysław Weinberg entdeckt. Und zu entdecken wäre einiges: Der enge Freund Schostakowitschs schrieb mehr Sinfonien, mehr Streichquartette und mehr Opern als dieser, und vieles davon steht den Werken seines großen Mentors in nichts nach. Schostakowitsch selbst hat das immer wieder neidlos anerkannt. Er empfahl und protegierte den vierzehn Jahre Jüngeren bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Dem Freund und Förderer ist auch das 13. Streichquartett gewidmet. Nach seinem zwölften Quartett (1969-70) legte der Komponist eine längere Pause ein, um sich vier Opern, drei Sinfonien und anderen großen Projekten zu widmen. Bis 1981 folgten dann die Quartette Nr. 13-16. Das vorliegende Werk besteht – wie auch das dreizehnte Quartett seines Freundes Schostakowitsch – aus einem einzigen Satz von ca. 15 Minuten Spieldauer. Es war Weinbergs erstes Quartett nach dem Tod Schostakowitschs. Es ist ein sehr intimes und berührendes Werk, voll gefasster Trauer und Wärme – wie ein Gespräch unter Freunden, die sich des verstorbenen Freundes erinnern. Wie Schostakowitsch hält auch Weinberg das tonale Zentrum in der Schwebe und schafft auf diese Weise ein ganz eigenes „clair obscure“.


Erschienen in Ensemble 5-2011


Mittwoch, 25. Januar 2012

Gerald Schwertberger | Joplin meets Strauss







Gerald Schwertberger
Joplin meets Strauss – Ragtime, Blues & Boogie-Arranegements nach berühmten Strauß-Walzern im Stil von Scott Joplin
Doblinger Musikverlag 01 435
EUR 18,95


Scott Joplin und Johann Strauss – das sind zwei unwahrscheinliche musikalische Bettgesellen. Der „King of Ragtime“ und der „Walzerkönig“ passen schon mathematisch nicht zusammen: 2/4-Takt der eine, ¾-Takt der andere. Gut, Strauss hat auch schon mal im geraden Takt komponiert – man denke nur an die vielen Polkas, Quadrillen und Gallopps. Und auch Scott Joplin hat den einen oder anderen Walzer begesteuert. Aber sonst trennen natürlich Welten die beiden Komponisten. Oder etwa nicht?

Nun hat der Wiener Doblinger-Verlag – gewissermaßen von Hause aus zuständig für die Johann Strauß-Pflege – die beiden scheinbaren Gegensätze in einem wunderbaren neuen Heft zusammengeführt. Lustvoll legt Bearbeiter Schwertberger die Axt an die Wurzel des Wiener Wertgefüges und verwandelt den „Accelerationen-Walzer“ in einen schmissigen Ragtime, lässt die „Schöne blaue Donau“ als gemächlichen 12/8-Blues daherströmen und kleidet sogar Joplins‘ ikonographischen „Entertainer“ in das Gewand eines echten Wiener Walzers. Und so unwahrscheinlich es klingen mag: die ganze Angelegenheit funktioniert! Als hätte man „Wiener Blut“ immer schon im synkopierten 4/4-Takte gehört. Nicht einmal der Kaiserwalzer – Österreichs klingendes nationalheiligtum – bleibt verschont. Und macht sich prächtig als funkensprühender Ragtime!

Freuen Sie sich also auf „The Entertainer-Waltz“, To Ann and Florence (nach „Annen-Polka“), Acceleration-Rag (nach „Accelerationen“), Schön blau an der Donau (nach „An der schönen blauen Donau“), Bloody Vienna (nach „Wiener Blut“), Batman‘s Grandfather (nach „Du und Du – Die Fledermaus“), Pizzi-Cat‘s Delight (nach „Pizzicato-Polka“), Des Kaisers neue Kleider (nach dem „Kaiser-Walzer“), Wine, Woman and Songs (nach „Wein, Weib und Gesang“), Gipsy-Treasure (nach „Schatz-Walzer – Zigeunerbaron“), No Smoke, no Flash! (nach „Unter Donner und Blitz“), Wienerwald-Highway A 21 („Geschichten aus dem Wienerwald“) und Human Blood Light (nach „Leichtes Blut“)

Schwierigkeitsgrad: 3-4